Slider

Das Fräulein und die Sonnenbrille

Freitag, 27. Juni 2014


Zu klein, zu rund, zu kitschig - die Suche nach einer Sonnenbrille war gar nicht mal so leicht! Konzentriert ging sie zwischen den Regalen auf und ab und zog immer wieder verschiedene Modelle aus ihren Halterungen heraus. Doch keines wollte ihr so recht gefallen.
"Hast du es mal bald?", hörte sie ihren Bruder sagen, der das Spektakel schon eine ganze Weile beobachtete. "Ich bin gleich so weit", erwiderte sie und ging mit den Händen voller Brillen zu ihm. Er hatte sich mittlerweile auf einem Hocker niedergelassen und schaute in der Gegend umher. "Das hast du vor einer halben Stunde auch schon gesagt", erinnerte er sie in fast vorwurfsvollem Ton. Wer konnte es ihm verübeln? Schließlich stand er ihr bei ihrer Suche schon seit fast zwei Stunden tapfer zur Seite.

Das Fräulein und das Multitasking

Freitag, 20. Juni 2014


"Einen Moment noch", rief sie dem Liebsten im Vorbeilaufen zu, der sie geduldig vom Display ihres Laptops aus angrinste. Hastig lief sie ins Badezimmer und kam mit einem Korb nasser Wäsche zurück. "Ich muss nur noch schnell den Trockner einschalten", erklärte sie, während sie den Wäsche- berg in die Luke füllte und rasch den Drehregler für die richtige Temperatur einstellte. Geschafft! Seufzend ließ sie sich auf ihren Schreibtischstuhl fallen und lächelte ihn an: "Schön dich zu sehen."

Das Fräulein und das Schattenplätzchen

Freitag, 13. Juni 2014


Sehnsüchtig schaute sie aus dem Fenster. Die Sonne schien grell vom strahlend blauen Himmel herunter. Wie gerne würde sie jetzt in den kühlen Badesee springen... Doch ein flüchtiger Blick auf die Uhr holte sie schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Es war 15 Uhr. Vier Stunden hatte sie bereits hinter sich gebracht, drei standen noch aus. Minimum. "Blöde Klausurphase", dachte sie genervt und wandte sich schweren Herzens der betrieblichen Personalarbeit zu.

Warum wir uns öfter selbst verzeihen sollten

Freitag, 6. Juni 2014


Zufrieden legte ich den Stift bei Seite und überflog die krakeligen Zitate, die ich in den vergangenen zwei Stunden zu Papier gebracht hatte. Sie stammten von einem Yoga Lehrer, der mir für meine Reportage (hier geht's zum Artikel) Rede und Antwort gestanden hatte. "Darf ich dich jetzt auch mal etwas fragen?", erkundigte er sich, kaum hatte ich den Notizblock zugeklappt. "Natürlich", entgegnete ich verdutzt. "Welche Sorgen haben sich in deiner Stirn festgesetzt?" Verständnislos schaute ich ihn an. Was für Sorgen? Und was hatten die auf meiner Stirn zu suchen?
CopyRight © | Theme Designed By Hello Manhattan